Konzertbericht: Charlie Winston @ Kaufleuten Zürich, 29.11.2018

 

Endlich durfte ich Charlie Winston nun auch mal noch live sehen. Der Britische Sänger war zwar schon einige Male in Zürich aber irgendwie habe ich seine Shows jedes mal verpasst. Nun war er aber wieder in Zurich und spielte wieder im Kaufleuten…

Zugegeben, ich kenne Charlie Winston  eigentlich nur durch seinen Hit „Like A Hobo“ und wusste sonst nicht wirklich was ich von der Show erwarten konnte… Ich wollte mich überraschen lassen und habe darum auch nicht vorher schon Videos o.ä. angeschaut. Überrascht wurde ich dann tatsächlich! Es war nämlich eines der besten Konzerte an welchem ich in den letzten Monaten war!

Charlie Winston – der Mann mit Hut und Anzug

Mit dem Song „Another Trigger“, gekleidet in einem beige karierten Anzug mit Hut, startete Charlie sein Set. Obwohl es vor dem Konzert etwas dauerte bis sich das Kaufleuten füllte, war das Publikum aber nun da und sofort zur Stelle. Die Stimmung war schon zu Anfang super, es wurde ausgelassen getanzt und geklatscht. Das mitsingen klappte zwar noch nicht so ganz, aber das war nur halb so schlimm. Charlie meinte zu Beginn, dass er auch einige seiner neuen Songs spielen würde, aber natürlich auch die älteren (yaaay!). Ein Song der aus verschiedenen Gründen definitiv auf meiner „Favorites 2018“ Playlist landen wird ist „Photograph“. Hört mal rein: Charlie Winston – Photograph.

Charlie beherrscht nicht nur seine Gitarre, er sitzt immer wieder am Keyboard oder schnallt sich einen Bass um. Am Schluss gibts dann sogar noch eine kleine Runde an den Drums. Und ich kann nicht mal im Takt mit dem Fuss stampfen…

Bevor der Song „Wait Until Tomorrow“ gespielt wurde, erzählte Charlie uns wie und warum dieser Song zustande kam. Eigentlich plante er mit seiner Family nach Malawi auszuwandern. Am Tag bevor die Reise losgehen sollte, hatte der arme einen zweifachen Bandscheibenvorfall. Zudem bekam sein Sohn durch denn Medi-Impf Cocktail plötzlich epilieptische Anfälle! Das Projekt Malawi fiel somit urplötzlich ins Wasser… Ein herber Rückschlag für die ganze Familie, aber immerhin sind gute Songs dabei rausgekomen.

Fliegende Mikrofone und Spaziergänge durchs Kaufleuten

Ihr kennt das, der Künstler dreht ab und zu mal den Mikroständer inkl Mikro in Richtung Publikum, *hinthint* die Fans sollen singen. Auch Charlie Winston machte dies ein paar mal, das letzte Mal endete fast mit einer Beule. Das Mikro fliegt ungewollt aber mit Schwung ins Publikum 😀 Ich hab nicht gesehen wo es gelandet ist, aber gehe mal davon aus, das die Dame die es dann zurück auf die Bühne reichte, aufmerksam war und das Mikro nicht an die Stirn geknallt bekam. Unter etwas gekichere entschuldigte sich der Sänger natürlich dafür. Das Leben in der Frontrow kann gefährlich sein haha!

Einer der Höhepunkte der Show war bestimmt „Like A Hobo“. Auch wenn während der ganzen Show schon getanzt wurde, bei diesem Song war dann alles noch etwas extremer, lauter und euphorischer. Zum Song „A Light“ schnappte sich Charlie einer der Leuchten aka die Bühne Deko und kam runter ins Publikum. Hell beleuchtet lief er durch den Saal und kletterte schlussendlich auf die Bar. So haben auch die Fans in den hinteren Reihen ihn noch quasi hautnah erlebt.

Auch neue Songs kommen gut an!

Viele der anwesenden Fans kannten auch den einen oder andere Song des neuen Albums „Square 1“. Charlie Winston machte einen normalen Donnerstag Abend zu einem Party Abend… Ich habe schon lange nicht mehr so viel getantzt an einem Konzert. Was auch auffallend war, auch bei diesem Konzert wurde sehr wenig bis gar nicht geplappert. Es geht also auch im Kaufleuten! In dieser Location ist es oftmals extrem wie gewisse Leute so respektlos während des ganzen Konzerts durch quatschen… Umso schöner wenns dann doch mal ruhig ist und die Fans einfach nur die tolle Musik geniessen können!

Also, wenn ihr einen tollen Abend mit fröhlichen Leuten und guter Musik verbringen wollt: Charlie Winston wird euch das ermöglichen!

Fotos hab ich dieses Mal keine. Eigentlich hatte ich nicht geplant über dieses Konzert zu schreiben, aber es war so erfrischend und toll, das ichs nicht sein lassen konnte.

Hier aber ein kurzer Ausschnitt aus einem seiner Konzerte:

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