Konzertbericht: Ben Howard @ Samsung Hall, 26.11.2018

Der Brite Ben Howard liess lange auf sich warten… Ende November war es aber endlich soweit und die „The Noonday Dream Tour“ macht ein Halt in der Samsung Hall. Bereits auf seine USA Tour habe der Sänger bereits hauptsächlich seine neuen Stücke gespielt, ich war gespannt ob dies hier auch der Fall sein würde.

Nachdem ich Ben Howard das letzte mal gesehen habe (an den Winterthurer Musikfestwochen) muss ich zugeben hab ich Ben etwas aus den Augen verloren. Was aber nicht heissen muss, das andere dasselbe taten. Auch das neue Album hatte mich zugegebenermassen nicht vom Hocker gerissen, aber das muss ja nicht heissen, dass es mir live nicht besser gefällt…

Pünktlich um 21.00 kamen die Band gefolgt von Ben Howard auf die Bühne. Eine grosse LED Wand ziert den hinteren Teil der Bühne. Zwischen den Musikern stehen grosse Lampen die während den Songs hoch und runter gefahren werden. Die Bühne sieht schon mal toll aus.

Noonday Dream wird ausgiebig vorgestellt

Ben Howard legt auch gleich los, mit „Nica Libres at Dusk“ wird die Show eröffnet. Das Publikum hört zu und geniesst… Die Samsung Hall ist zwar nicht ganz voll, bei den Stehplätzen hat es noch etwas Platz, der Balkon war dafür aber ganz gut gefüllt. Die anwesenden Fans haben die Musik aber natürlich trotzdem genossen. Es war sehr ruhig, es wurde kaum geredet. Zumindest nicht dort wo ich stand. Eine richtige Wohltat, vor allem bei Musik wie Ben Howard sie macht… Was für mich persönlich weniger toll war, es wurden tatsächlich grösstenteils die Songs aus dem neuen Album performt, wie eigentlich schon befürchtet… Die Musik war zwar musikalisch gesehen top, es fühlte sich an als ob Ben und die Band Zeitweise einfach für sich gejammt hatten. Für mich fehlte aber ein wenig die Abwechslung. Die neuen Lieder sind mir persönlich etwas zu space-ig, dass dann schlussendlich Songs wie „Only Love“ oder sogar „Keep Your Head Up“ – seine wohl bekanntesten Lieder von damals – fehlten, drückte etwas auf meine Stimmung.

Ben Howard hat sich weiterentwickelt

Ja, der Brite hat sich weiterentwickelt, etwas was ich grundsätzlich auch super finde, wenn Musiker sich neu erfinden. Dass nicht alle aus der Fanbase da mitziehen können, ist auch klar und vollkommen Ok. Es werden immer noch vieler Fans bleiben… Viele haben auch dieses Konzert genossen – dies wurde wohl auch durch das respektvolle zuhören gezeigt. Für mich persönlich wars leider nicht ganz was ich mir erhofft hatte, aber ich bin ja vielleicht einfach nur eine alte Schachtel die wohl etwas zu wenig geschlafen hatte – all good…

Konzertbilder: Ben Howard @ Samsung Hall

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