George Ezra @ Baloise Session, 27.10.2018

Der „Songpoets“ Abend der Baloise Session hatte mit George Ezra einen weiteren tollen Songwriter am Start. Nachdem Jack Savoretti den Abend eröffnete, durfte der „Budapest“ Sänger den Abend mit seinen Songs beenden. Ob er an die Performance von Jack Savoretti rankommt?  

Nach einer kurzen Umbaupause, war alles bereit für George Ezra. Ein Künstler den ich bereits vor ein paar Jahren im X-Tra gesehen habe und total cool fand. Seither hat er noch einige weitere Hits rausgebracht, ich war also gespannt wie seine Show sein wird. Jack Savoretti hat ordentlich vorgelegt… Den Konzertbericht und die Fotos findet ihr hier: Jack Savoretti @ Baloise Session.

George startet die Baloise Session Show auch gleich mit einem seiner Hits: „Don’t Matter Now“! Die Bühne war etwas voller wie noch bei Jack Savoretti. Trompete und Posaune waren rechts aussen positionert. Die beiden Musiker mit dän Blasinstrumenten brachten ziemliche coole Tunes und haben die Songs von George Ezra den extra Kick gegeben. Das Publikum war während den 3 ersten Songs noch ziemlich zurückhaltend, was sich dann zumindest in den vordernen Reihen schlagartig ändert. Kaum liefen wir Fotografen in Richtung Plätze zurück, wurden wir von einer Horde Fans fast überrannt 🙂 Ruck zuck war dann der Platz vor der Bühne gefüllt. George meinte dann noch: „Ich habe mich gewundert wann ihr zu mir nach vorne kommt“ 🙂

Wenn die Gäste nur wegen der Hit-Singles an ein Konzert gehen…

Im mittleren Teil seines Sets wurde es relativ ruhig. Alle Gäste sassen wieder und schienen die Musik im „stillen“ zu geniessen. Die ganze Euphorie die bei Jack Savoretti aufkam und auch noch während dem ersten Song von George anhielt, war leider plötzlich verschwunden. George ist ein ganz süsser und sympatischer Typ und die Band hat eigentlich auch ihren Job erledigt. Schade dass die Stimmung doch zwischenzeitlich im Keller war… Ich glaube viele kannten die meisten Songs in diesem Teil des Sets nicht. Es waren halt nicht die grossen Hitsongs… Nun ja, George versuchte mit seinen kleinen Stories zwischen den Songs die Stimmung wieder etwas aufzuheitern… Das gelang ihm zum Glück auch immer wieder mal. Er erzählte uns beispielsweise auch das der Song „Paradise“ zustande kam als der krank im Tourbus in den USA sass. Da kam dann auch wieder etwas Stimmung auf, einige Leute standen sogar auf und tanzten – juuuhuuu!

Ganz zum Schluss kamen dann auch noch die ganz grossen Hits. „Blame It On Me“ und „Budapest“, inzwischen stand auch der Grossteil des Publikums… Komischerweise sass dann bei „Cassy’O“ auch fast jeder wieder – obwohl das doch eher ein Tanzlied war? Der Closer war dann sein aktueller Hit „Shotgun“ – war ja klar, dass dieser Song nicht fehlen durfte.

Alles in allem eine solide Show von George Ezra hat nach wie vor eine wundervolle Stimme und die Songs sind cool, catchy und gut geschrieben. Ich denke aber Jack Savoretti hatte doch viele der Gäste so extrem überrascht und mitgerissen, da war es schwer für George mitzuhalten. Auch wenn er bis jetzt kommerziell mehr Erfolg hatte wie Jack, muss ich sagen, 1:0 für Jack Savoretti! Sorry George…

Konzertbilder: George Ezra @ Baloise Session  

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