Stars in Town: Rag’n’Bone Man / Kaleo / The Gardener & The Tree

Am Tag zwei des Stars in Town Festivals in Schaffhausen, waren stimmgewaltige Männer auf dem Programm. Zum einen durften wir die Band The Gardener and the Tree, die übrigens aus Schaffhausen kommt, geniessen. Weiter auf dem Programm waren, die Isländer Kaleo und der Brite Rag’n’Bone Man .

Gleich zu Beginn, eine kleine Bitte an alle Konzertbesucher  

(dies gilt für alle Konzerte generell, nicht nur fürs Stars in Town)

Bitte bitte, bleibt doch einfach zu Hause wenn ihr nur mit euren Kollegen über den letzten Tinder Match oder der Geburtstagsparty von Onkel Eugen reden möchtet.
Es gibt Leute die an Konzerte gehen um – welch Überraschung – Musik zu hören!
Das ewige geplapper ist etwa so unnötig wie eine Warze am Fuss oder Kühlschränke im Iglu und nervt einfach nur. Es vermiest vielen Besuchern das Konzerterlebnis. Mal ein paar Sätze zwischen den Songs ist ja völlig in Ordnung, aber ewiges Geflüster (oder eben kein Geflüster) während des ganzen Konzertes ist ein No-Go. Geht doch dann lieber in eine Bar – dort müsst ihr dann auch nicht so schreien, damit der andere euch auch hört…

Aber jetzt zu den Konzerten:

Den Start am heutigen Stars in Town macht denn die Schaffhauser Band The Gardener and the Tree, welche noch bei Sonnenschein und gefühlten 45° ihre Lieder zum Besten gaben. Der Herrenacker war bereits jetzt schon gut gefüllt, was sicher damit zusammenhängt, dass die Band in Schaffhausen zu Hause ist. Während der Sänger meinte, dass er fast noch etwas auf Regen gehofft hatte, waren die meisten Besucher zwar am schwitzen aber bevorzugten wohl sicher die Sonne dem Regen.  

Konzert Bilder: The Gardener and the Tree am Stars in Town


Rockiger Sound und Isländische Coolness mit Kaleo

Als nächstes waren die Herren aus Island dran. Auf Kaleo hatte ich mich besonders gefreut, da ich beim letzten Zusammentreffen mit dieser Band leider nicht viel von ihnen gesehen habe. Am Coachella letztes Jahr konnte ich sie von ganz weit hinten zwar hören, aber leider nicht sehen.

Die Stimme des Sängers ist nach wie vor einzigartig, auch die Musik gefällt mir immer noch. Ich war aber etwas enttäuscht, dass während bzw zwischen den Songs wenig, bis gar nicht mit dem Publikum interagiert wurde. Die Lieder wurden quasi einfach runter gerattert. Dafür wurde ich aber vom Bassisten  positiv überrascht. Anfangs noch etwas schüchtern und im Hintergrund, ist er während des Sets aber aufgetaut und war kaum mehr zu halten. Immer wieder kam er zum Bühnenrand und forderte das Publikum auf mitzumachen. Die Fans in der ersten Reihe hatten sichtlich Spass am Set der Isländer. Es wurden einige Isländische Fahnen geschwenkt, die Songs wurden laut mitgesungen und hin und wieder wurde auch getanzt.  Auch wenn das Set von Kaleo viele tolle Songs beinhaltet, wie z.B. Broken Bones oder Backdoor (mein persönlicher Favorit), merkte man schon, dass sehr viele nur auf ihren Uber-Hit „Way Down We Go“ warteten. Die Stimmung war dann natürlich auf dem Höhepunkt als die ersten Töne des besagten Songs angestimmt wurden.

Mein Fazit: Tolle Songs, wundervoll rauchige Stimme, die Show wurde für mich aber nur dank Bass Player Daníel Ægir Kristjánsson „gerettet“.

Konzertbilder: Kaleo am Stars in Town


Gänsehaut Feeling auf dem Herrenacker mit Rag’n’Bone Man

Als krönender Abschluss war dann der Brite Rag’n’Bone Man dran. Auch ihn habe ich bereits letztes Jahr live gesehen. Ich wusste also schon was mich erwartet. Die Stimmung ist zwar etwas abgeflacht, aber Rory, wie Rag’n’Bone Man  eigentlich heisst, überzeugte mich einmal mehr mit seiner Stimme und seiner sympathischen Art. Auf den ersten Blick sieht man evtl. nur die vielen Tattoos, welche ihn durch seine Grösse auch fast etwas bedrohlich wirken lässt. Wenn man ihm dann aber zuschaut und zuhört, ändert sich das Bild direkt. Sein lächeln, die Freude am performen und dann eben diese Stimme. Einfach geil! Einige Songs hatte er etwas neu interpretiert und immer wieder mit kleine Rap-Einlagen geglänzt. Sein grosser Hit „Human“ wurde auch etwas anders performt als wir ihn vom Radio kennen. Eine ganz  tolle Version. Seit gestern ist aber „Grace“ einer meiner neuen Lieblingssongs geworden. Wie er selber sagt, einer seiner wenigen Happy Songs.

Mein Fazit: TOLL! Der absolut sympatische und Stimmgewaltige Rag’n’Bone Man hat mit seiner Stimme und seiner Art überzeugt und seinen Platz in meinem Herzen erfolgreich verteidigt.

Konzertbilder: Rag’n’Bone Man am Stars in Town

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