5 Gründe warum du ans Coachella musst

Die meisten von euch haben bestimmt schon von diesem Festival gehört. Seit einigen Jahren ist es vor allem dank all den vielen Celebrity Sightings sehr bekannt geworden. Die Line-Ups und Kunst „Ausstellungen“ sind aber eigentlich viel cooler 😉 Dieses Jahr war ich das erste mal selbst vor Ort und durfte die Staubstürme, die tolle Musik und die Wüsten-Hitze erleben.

Im April 2017 war ich nun das erste mal an diesem berüchtigten Festival. Die Frage, welche viele sich stellen (auch ich habe mir diese gestellt): Was ist am Coachella denn so speziell? Ich hab die Antworten mal für euch zusammen gefasst.

1. Grossartige Line-Ups

Jaaa, die erste Welle an Tickets geht bereits anfangs Juni raus. Das Line-Up ist dann noch gar nicht veröffentlicht.  Trotzdem ist das Kontingent an Tickets meist im Nu ausverkauft. Bei so vielen Acts, kann ich euch garanieren, da ist bestimmt was für jeden dabei. Die Headliner sind meist auf solch einem hohen Niveau, da können sich Schweizer Festivals nur träumen.

Dieses Jahr hatte ich Sage und Schreibe 26 Acts/Bands, welche ich unbedingt sehen wollte. Wer schon mal an einem 3-Tages Festival war, weiss, dass dies wohl fast nicht möglich ist. Ich habs auch nicht geschafft…  Aber ich habe ziemlich viele auf meiner Liste gesehen, hier meine Top 5 Rangliste der besuchten Shows:

1. Bastille
2. Hans Zimmer
3. Jack Garratt
4. Galantis
5. SOHN

Natürlich habe ich noch viele mehr gesehen, wenn ich die aber alle auflisten würde, wärt ihr morgen noch am lesen 🙂 Headliners diese Jahr waren Radiohead, Lady Gaga und Kendrick Lamar. Habe alle 3 gesehen, muss hier aber leider sagen, dass alle 3 mich nicht so vom Hocker gehauen haben… Vielleicht lag dies aber auch daran, dass ich alle von relativ weit hinten sehen musste (hatte andere Acts zuvor, welche ich als viiiieeel wichtiger empfand)…

2. Sauberkeit / Organisation

Jeden Tag auf’s neue überraschte mich die Sauberkeit auf dem Festival Areal. Selbst spät am abend konnte ich keinen Müll am Boden entdecken. Da können sich CH-Festivals auf jeden Fall noch eine Scheibe abschneiden. Es waren täglich eine riesen Anzahl Menschen unterwegs, welche jeden noch so kleinen Abfallschnipsel aufgesammelten. Top!

Die Organisation an sich ist auch super. Die Busfahrt zum Areal verlief immer super schnell und ohne lange anstehen zu müssen. Ich hatte mein Hotel in Palm Springs gebucht, also etwas weiter weg. Es war auch keines der Hotels, welche auf der Route der verschiedenen Busse stand. Ich musste daher immer zu einem der Park&Ride Punkte fahren. Gar kein Problem, das waren nur knapp 10min Autofahrt. Beim Agua Caliente Casino Resort Spa angekommen, sah man auch gleich den grossen Parkplatz mit den Bussen. Shuttle-Pass gezeigt und schon war ich im Bus. So einfach gehts. Es warten immer mehrere Busse auf dem Parkplatz, so dass die Wartezeit nie mehr wie 5min betrug, auch wenn dir gerade ein Bus vor der Nase weg fuhr.  Auf dem Retourweg sah das je nach Zeit etwas anders aus. Mein Tipp, falls der Headliner nicht dein absoluter fave ist, kurz vor ende des Sets bereits in richtung Ausgang laufen, so wird der grösste Ansturm auf die gefühlten 1000 Busse umgangen.  Ich konnte so eigentlich immer direkt in den Bus einsteigen und musste nie länger wie 10min warten, bis dieser dann auch abfuhr.

Schliessfächer, uuuunbedingt ein Schliessfach mieten. Dies kann man schön gemütlich bereits vor dem Festival reservieren (was übrigends auch sehr zu empfehlen ist, da die Schliessfächer relativ schnell ausverkauft sind). Es gibt diese in verschiedenen Grössen. Ich hatte mich für die mittlere Grösse entschieden und konnte dort mein kleines Rucksächen verstauen, wo ich alle meine Sachen verstaute, welche ich entweder nur im Notfall oder für den nachhause Weg brauchte.

3. Essen

Wer ein normales GA Ticket (General Admission – also alles was NICHT VIP ist ;)) hat, bekommt zwar nicht alle Leckerein zu sehen, welche jeweils gezeigt werden, trotzdem war die Auswahl an Snacks und Essen riesig. Von typischem Festival Food (wie z.B. Hotdogs, Pizza oder Burger und Pommes) bis hin zum Gourmet Food (wie z.b. Austern, Poké etc).  Viele der etwas spezielleren Foodspots sind natürlich im VIP Bereich. Fand ich aber gar nicht so schlimm, auch bei den „normalos“ im GA gab’s genügend zu essen.  Lobster Rolls, Pizza, Chicken Sliders und Pommes, Pad Thai, Enchiladas, Paella, Pulled everything Sandwiches, frische Früchte etc. Verhungern muss also niemand.

4. Trinken – GRATIS WASSER

Getränke… Das ist hier in der Schweiz, oder wohl in ganz Europa so eine Sache. Ein Fläschen Wasser kostet locker mal 5 Franken. Am Coachella gibt es auf dem ganzen Areal verteilt Wasserstationen, wo du deine Flasche oder Rucksack (welche du im übrigen von draussen mit aufs Areal mitnehmen kannst – sofern alles auch leer ist) GRATIS auffüllen kannst. Dies ist vor allem in dieser unglaublichen Hitze auch wichtig. Unbedingt genügend trinken. Ich bin sonst eher dafür bekannt zu wenig zu trinken, hier habe ich aber täglich bis zu 6L Wasser zu mir genommen (und dies auch innert Minute wieder ausgeschwitzt – mehr dazu, bei Punkt 4).

In den verschiedenen „Beer Garden“ gibt’s dann auch Alkohol. Probiere aber nicht, deinen Drink wieder aus diesem Areal rauszunehmen. Alkohol gibt’s wirklich nur dort und darf das Areal nicht verlassen… Natürlich gibt es immer wieder Leute, welche diese Regeln nicht so ernst nehmen. Habe einen netten jungen Herrn getroffen, welcher Linsenmittel in sein Red Bull geschüttet hatte… Oder eben auch nicht, es stellte sich heraus, dass er Vodka aufs Areal schmuggelte. Gut getarnt in einem Linsenmittel behälter. Auf solche Ideen muss man erst mal kommen 🙂

5. Wetter

Für die einen ist das Wetter am Coachella ein Fluch, für die anderen einen Segen. Bis vor ein paar Minute konnte ich mich auch noch nicht festlegen. Aber nun, bei genauerem betrachten, ist es wohl eher ein Segen. Wenn ich daran denke wie oft ich mit Gummistiefeln durch Matsch laufen musste bei den hiesigen Festivals – da ist mir die Hitze und der Staub um einiges lieber. Ja, manchmal stiegen die Temperaturen auf über 40°C an. Das ist dann schon ziemlich heiss – vor allem wenn man sich aus eigener Dummheit in LA schon einen kleinen Sonnenbrand zugelegt hatte. Schattenplätze gibt es nicht en masse. Aaaaber, wer Glück hat, konnte sich dieses Jahr in den Schatten der ganzen Kunstobjekten setzen. Mein Lieblingsplätzchen war entweder im Gobi Zelt (da war auch immer tolle Musik) oder beim Beer Garden auf der Linken Seite der Bühne. Dort standen riesige Palmen, die Schatten spendeten und es ging immer ein kleines Lüftchen. Sehr angenehm und der ideale Ort um sich zum gefühlten 1000x wieder mit Sonnencreme einzuschmieren. Abends wurde es dann aber, wie auf vielen Foren und Blogs bereits vorgewarnt, etwas kühler. Da war ich schon froh, hatte ich immer einen leichten Pullover in meinem Schliessfach, welchen ich dann für den Heimweg noch so gerne anzog.

 

Mein Fazit

Trotz fast unerträglicher Hitze, Staub, Sonnenbrand und dem Kampf um Schattenplätze: es war TOLL! So viele tolle Musik, eine ganz spezielle Atmosphäre, unzählbar viele schöne Menschen (ja die gibt es überall, aber hier waren wohl alle auf einem Fleck). Ich habe so viele tolle Erinnerungen mit nachhause genommen! Ich muss zugeben, jedes Festival, wel ches ich jetzt nach dem Coachella besuche, wird es schwer haben. Gehe ich wieder mal ans Coachella? Hell yeah!

Hier noch ein paar weitere Impressionen (sorry für die teilweise schlechte Qualität, hatte nur mein Handy dabei ;-))

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