Konzertbericht: Ed Sheeran in der Maag Halle Zürich, 19.11.2014

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Vor gar nicht allzu langer Zeit war er noch DER Geheimtipp. Ed Sheeran gehört aber heute zu den ganz grossen. Entsprechend füllt er überall riesige Hallen. Am 19. November war er auch wieder ein Mal in der Schweiz. Nachdem ich ihn bereits 3x im gesehen habe, musste ich mich nun in eine etwas grössere Location begeben. Die Maag Halle in Zürich war, so wie viele seiner Konzerte, innert kürzester Zeit ausverkauft.

Die beiden Support Acts Jamie Lawson und Saint Raymond haben genau das getan wofür sie “angestellt” waren. Das Publikum wurde bestens unterhalten und für den Hauptact aufgewärmt. So verschieden die beiden Acts waren, mir haben beide ganz gut gefallen. Saint Raymond etwas rockiger und Jamie Lawson dafür mit mehr Schmuse-Potenzial 🙂

Relativ pünktlich um 20.30h ging’s dann auch schon richtig los. Ed Sheeran war endlich an der Reihe und versprach, dass die nächsten 2 Stunden toll werden. Das mehrheitlich weibliche Publikum im eher jüngeren Alter (na ja, zumindest diejenigen um uns herum passen in diesen Beschrieb rein :)) ging ab, es wurde gekreischt und gehüpft. Immer wieder schallten „Ed I Love You“ Rufe durch die Halle. Yep, der rothaarige Engländer scheint bei den jungen Mädels bestens anzukommen.

Auch wenn man Ed’s Alben nicht auswendig kennt, war diese Konzert ein Erlebnis. Seine Setlist ist natürlich gespickt mit all seinen Hits. „Lego House“, welches ja eines seiner ersten Hits war, wurde bereits ganz am Anfang gespielt. Immer wieder schaue ich mich um und sehe wie die Leute um mich herum mit offenem Mund dastehen. Auch ich ertappe mich manchmal dabei. Es ist erstaunlich wie er die Menge von Anfang an im Griff hat. Das erstaunliche daran ist, dass er nicht von einer grossen Band begleitet wird. Ed Sheeran steht ganz alleine auf der Bühne. Nur er und seine Gitarre. Ok, ein Loop Pedal ist noch da… Aber das war’s dann auch schon. Ein wahrer Entertainer und erst noch ein toller Musiker. Es machte ihm auch sichtlich Spass wieder in einer eher kleineren Halle zu spielen. „Als Künstler arbeitet man darauf hin in grossen Stadien zu spielen, wenn es dann aber so weit ist, freut man sich wieder um so mehr in kleinen Hallen zu spielen“ – so der Brite während seines Auftrittes. Immer wieder wurden kurze Covers in seine Lieder gemischt. So fanden auch Lieder von Ginuwine (Pony) oder Blackstreet (No Diggity) ihren Weg nach Zürich. Hier ein kleines Beispiel:

Wie immer sind dann die grössten oder zumindest die aktuellen Hits am Schluss. Bei „I See Fire“ gab’s dann auch wieder ein bisschen Hühnerhaut – ich mag diesen Song ja so richtig 🙂 Er hat irgendwas mystisches… Nach knapp 2 Stunden war’s dann aber auch schon wieder zu Ende. Eine Zugabe gab’s dann aber doch noch. Etwas verwirrend war dann aber seinen Abgang. Das Lied war irgendwie noch gar nicht fertig und er spazierte schon wieder von der Bühne. Ohne ein Tschüss oder Danke… und weg war er. Hmmm, na ja, nichts desto trotz, war es ein toller Abend. Freund von mir die ihn das erste Mal gesehen haben, waren beeindruckt und verzaubert zugleich. Das war ich aber auch… Auch nach dem dritten Mal!

Das Konzert muss wohl Eindruck hinterlassen haben. Bis vor ein paar Tagen waren noch wenige Tickets für das Konzert im Januar im Hallenstadion verfügbar. So wie es aussieht, sind nun aber alle Weg. Not bad Mr Sheeran, not bad!

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